Nevada verdankt sein Entstehen insbesondere dem Silberbergbau und dem Bau von Eisenbahnlinien zwischen dem Salt Lake und Kalifornien.

Seinen Wohlstand verdankt Nevada seiner frühen Erkenntnis, daß man in der Wüste in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts weder durch Silberbergbau noch durch Eisenbahnen überleben kann.

Diese Überlegung führte dazu, daß man in Nevada vieles von dem legalisierte, was anderso in den USA (streng) verboten war: insbesondere das Glücksspiel und die Prostitution.

Beides führte zum Aufblühen von Reno und Las Vegas. Da beides aber auf Dauer teuer ist, bildeten sich darum herum andere Strukturen: Theater und Shows, Heiratskapellen usw..

Beides treibt aber auch seltene Blüten: hier gibt es Bordelle mit eigenem Flughafen und das Glücksspiel hat jeden Fleck in Nevada erreicht.

Für spielbankgewöhnte Europäer ist die Betrachtung eines Nevada-Casinos gewöhnungsbedürfig: es sitzen in Shorts bekleidete Herren mit Bierflaschen versorgt den Croupiers gegenüber. Noch bizarrer wird es aber außerhalb der Casinos: So kann es einem in irgendeinem Wüstennest passieren, daß auf der Toilette einer Tankstelle einem Waschbecken fünf oder zehn Slot-Maschinen gegenüberstehen.

Nachdem zahlreiche Indianerreservate und ähnliches das Glücksspiel legalisiert haben, ist zu hoffen, daß sich Nevada anfängt, auf sich selbst zu besinnen: auf seine alten Städte wie Tonopah, auf seine Geisterstädte wie Goldfield oder auf seine beeindruckende Natur wie im Great Basin Nationalpark.